Muktinath mit Kind - eine unvergessliche Pilgerreise Teil II

Muktinath mit Kind
Der Blick das Tal des Kali Gandaki hinauf, bevor der Wind losfegt

In Teil 1 dieses Textes habe ich die ersten drei Tage unseres Abenteuers auf der Annapurna Runde in Nepal beschrieben – hier kommt jetzt der zweite Teil.

 

Von Marpha aus sind wir am vierten Tag wieder losgelaufen – in den höher gelegenen Dörfern hat man nur ein sehr kleines Zeitfenster um sich draußen aufzuhalten. Ab zwölf Uhr fegt ein unglaublicher Wind durch das Tal, der Staub und teilweise auch kleine Steine aufwirbelt – im Flussbett möchte ich nachmittags nicht unterwegs sein. Wir haben also den Morgen genutzt und sind ca. eine Stunde lang gelaufen, bevor wir das letzte Stück nach Jomsom wieder mit dem Jeep zurück gelegt haben. Es haben sich echt tolle Blicke das Tal hinauf und in die Seitentäler geboten, eine ganz besondere, karge Landschaft, die aber trotzdem eine riesige Faszination auf mich ausübt.

 

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Muktinath mit Kind – eine unvergessliche Pilgerreise Teil I

Muktinath mit Kind
Das Tal des Kali Gandaki

Trotz unserer fünf Jahre in Nepal sind wir ja bis jetzt relativ wenig wandern gewesen –eigentlich sehr komisch, wenn man in Betracht zieht dass das eigentlich unser liebstes Hobby ist. Irgendwie hat es hier aber – bis auf den Poon Hill Trek letztes Jahr – noch nicht so richtig gepasst, weil ich ja auch immer sehr bei der Arbeit eingebunden bin und Miriam ja am Anfang auch noch sehr klein war. Im Oktober hat sich dann  aber für uns eine Gelegenheit geboten, unser Repertoire ein wenig auszubauen und diese haben wir natürlich gerne genutzt!

 

Sehr gute Freunde von uns haben eine Tour nach Muktinath mit ihrer nepalischen Familie geplant und uns gefragt, ob wir nicht mitkommen möchten. Da haben wir natürlich nicht lange überlegt und uns gleich der Gruppe angeschlossen, und die Erfahrungen die wir dann machen durften, haben wirklich alle unsere Erwartungen übertroffen!

 

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Gewinnspiel – Danke für 500 Likes

In den letzten Wochen haben wir gleich auf zwei sozialen Netzwerken die 500 überschritten! Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram folgen uns bereits so viele Menschen, und auch wenn das im Vergleich zu anderen Blogs natürlich noch kleine Zahlen sind, so freuen wir uns doch unglaublich darüber!

 

Als Dankeschön für diese tolle Unterstützung, haben wir wieder mal ein kleines Gewinnspiel auf unserem Blog. Zu gewinnen gibt es diesmal ein richtiges kleines Nepal Paket: Einen Schal von Kakani Himalayan Natural Dyes, eine Tasche vom Frauenprojekt Jeevankala und eine Packung Tee von der Teefarm aus Kaule.

 

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Trekking mit Kindern - Der Poon Hill Trek (Teil II)

Nach einer kalten Nacht sind wir also am nächsten Morgen um 5 Uhr von meinem Wecker unsanft aus dem Schlaf gerissen worden. Miriam hatte so Recht gar keine Lust, sich aus dem Schlafsack zu bewegen und nach draußen in die Kälte zu gehen, aber schließlich konnte ich sie überzeugen und dick eingepackt und mit unseren Kopflampen ausgerüstet sind wir dann schließlich losgezogen.

 

Wir haben uns dann direkt in eine lange Linie eingereiht, da wir natürlich nicht die einzigen waren, die zum Sonnenaufgang zum Poon Hill wollten. Nach ungefähr 20 Minuten kamen wir zum Kassenhäuschen, in dem wir 50 Rupien zahlen mussten, und dann ging es weiter die Treppen hoch. 400 Höhenmeter mussten wir überwinden, und so ganz ohne Kaffee war das schon eine Herausforderung für mich. Zum ersten Mal hat Miriam hier auch geschwächelt und die letzten Meter musste ich sie auf den Rücken nehmen, damit wir es noch nach oben schaffen.

 

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Trekking mit Kindern – Der Poon Hill Trek  (Teil I)

Miriam am Eingang der Annapurna Conservation Area
Miriam am Eingang der Annapurna Conservation Area

Es ist ja fast schon peinlich für mich zuzugeben, dass wir seit mehr als vier Jahren in Nepal leben, aber noch nie so richtig trekken waren. Am Anfang hatte ich die Befürchtung, Miriam könnte die Anstrengung zu viel sein (da war sie ja erst 2,5 Jahre alt…) und dann hatten wir irgendwie nie die Zeit, bzw. haben sie uns nicht genommen. Jetzt sollte es aber endlich so weit sein, wenigstens mal ein kurzer Trek musste dieses Jahr mit drin sein.

 

Nach langem überlegen haben wir uns für den Poon Hill/Ghandruk Trek entschieden. Man kann diese Strecke auch in drei Tagen laufen, wir haben uns aber das Ganze in fünf Tagen vorgenommen, was auch definitiv die richtige Entscheidung war. Von 1000 Höhenmetern sollte es über tausende von Treppen bis auf 3200 m auf dem höchsten Punkt gehen. Um ganz ehrlich zu sein, ich war mir nicht so sicher, ob wir das packen, aber da es sich um einen Rundweg in der Nähe von Pokhara handelt, hätten wir jederzeit umdrehen können. Also der ideale Einsteigerweg.

 

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Miriam und Eva unterwegs – Jetzt auch in bewegten Bildern :-)

Seitdem ich mit dem Blog auf die neue Homepage umgezogen bin, habe ich schon mehrmals „Kooperationsanfragen“ von mehr oder weniger seriösen Unternehmen bekommen, die es eine unglaublich gute Idee fanden, dass ich doch bitte ihren Staubsauger oder ihre tolle neue App, die weder was mit Kindern noch mit Reisen zu tun hat auf meinem Blog vorstellen sollte. Bis jetzt habe ich alle Anfragen immer ohne groß nachzudenken abgelehnt, aber vor einigen Wochen war dann doch etwas sehr interessantes dabei.

 

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Reis in Kaule

Vor zwei Wochen waren Miriam und ich zum ersten Mal beim Reispflanzen in Kaule dabei. Bisher habe ich das immer nur auf dem Weg gesehen, da die Reisfelder der Menschen in Kaule weit im Tal sind und man dort länger als eine Stunde hinläuft… Es hat sich also irgendwie nie ergeben, aber dieses Jahr wollten wir unbedingt dabei sein. Nachdem sich das ganze mehrmals verschoben hat, da es einen Erdrutsch gab der erst mal die Felder beschädigt hatte, war es dann endlich so weit.

 

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Post aus der Vergangenheit

Letzte Woche war ich das erste Mal seit zwei Monaten wieder bei unserer Post-Box. Wir bekommen relativ wenig Post hier, und wenn dann mit Anmeldung, daher gehe ich meistens nur nachgucken wenn ich weiß, es ist etwas unterwegs. Ich hatte gehofft, ein Päckchen meiner Mutter abholen zu können, aber das ist leider immer noch nicht angekommen. Dafür aber eine Postkarte. Aus Österreich. Von meiner Mutter. Dabei hatte meine Mutter mir gar nicht erzählt, dass sie nach Österreich gefahren ist. Und damit fing mein Kopfkino an…

 

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Was war los im April?

Inspiriert von der Monatsrückblicksaktion von Nesting Nomads möchte ich hier nochmal kurz auf den April zurückblicken – vor allem, da ich aus Nepal bis jetzt kaum etwas geschrieben habe… Ja, ich verfalle schon wieder in alte Muster, aber dieser Monat war wirklich unglaublich voll und ich habe wenig Zeit für den Blog gefunden. Wenn ich den Monat in drei Wörtern zusammenfassen sollte, wären das auf jeden Fall Staub, Meetings und Erinnerungen…

 

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Der erste Jahrestag

Miriam zündet Kerzen in Bouddha zum Gedenken an die Opfer des Erdbebens an
Miriam zündet Kerzen in Bouddha zum Gedenken an die Opfer des Erdbebens an

Heute ist der erste Jahrestag des Erdbebens in Nepal. Natürlich habe ich in den letzten Tagen oft darüber nachgedacht, was im letzten Jahr alles so passiert ist. Das Beben an sich, die Tage danach, die Soforthilfe und der Winter. Schon verrückt was wir in dieser Zeit alles geschafft haben. Ich bekomme aber immer wieder eine Gänsehaut, wenn ich mir die Fotos aus der Zeit angucke, vor allem die des Chaos der ersten Tage. Und besonders bitter ist es natürlich, dass durch die Grenzblockade im Herbst und die Unfähigkeit der Regierung so wenig in Richtung Wiederaufbau passiert ist. Die Menschen leben weiterhin in ihren Hütten und haben sich eigentlich damit abgefunden, dass das auch noch mindestens einen Monsun lang so bleibt.

 

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Anleitung zum Passiv-Sein

Es geht wieder mal um Nepal – um genauer zu sein, um die Politik in Nepal. Das letzte Jahr war echt hart, für Nepal, aber auch für mich persönlich. Erst das Erdbeben und all die Zerstörung, dann die Blockade (über die ich mich hier schon mal ausgelassen habe…), und schließlich der harte Winter, den die meisten Menschen in Zelten oder Metallverschlägen verbringen mussten. Aber um dem ganzen noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, haben sich die Gesetzesmacher hier jetzt nochmal übertroffen.

 

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Was ich im letzten Jahr gelernt habe

2015 ist fast zu Ende, und ich muss zugeben, ich bin nicht allzu traurig darüber. Für mich war es eigentlich – jedenfalls wenn man es rein objektiv betrachtet – kein gutes Jahr. Das Erdbeben, die Blockade, der Winter in Nepal, alles Erlebnisse die ich nicht nochmal haben muss.

 

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Glückliche Gesichter

Normalerweise ist das monatliche Landwirtetreffen nicht unbedingt mein Lieblingstermin, oft ist es anstrengend, man bekommt manchmal weniger Rückmeldung als man sich wünscht und es ist vor allem meistens sehr laut. Letzte Woche war jedoch alles anders, und ich hatte eine der schönsten Erfahrungen in meiner ganzen Zeit in Nepal.

 

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Pokhara

Nach über drei Jahren in Nepal, in denen ich es kaum einmal aus Kathmandu heraus geschafft habe, sollte es nur endlich so weit sein: Zum ersten Mal nach Pokhara. Trotz Benzinkrise haben wir problemlos ein Ticket bekommen und haben dann früh am Morgen unsere lange Busreise angetreten. Zum Glück hatten wir aber auch einen Platz für Miriam, so dass die Fahrt wirklich angenehm war. Stau gab es auch kaum, da auf den Straßen sehr wenig los war. Die einzigen Male die es Stockte waren an Tankstellen, da die ewigen Schlangen der Wartenden teilweise die Straße blockierten.

 

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Einige Worte zur aktuellen Lage

In meinen letzten Blogbeiträgen habe ich ja schon manchmal auf die aktuelle Krise in Nepal verwiesen, aber so richtig viel dazu geschrieben habe ich ja noch nicht. Ich glaube, in Deutschland und Europa kommt das gar nicht in der Presse an, aber hier in Nepal schlindern wir gerade in hohem Tempo auf die nächste Katastrophe nach dem Erdbeben zu… Seit mehr als zwei Monaten sind die Grenzen nach Indien – aus etwas undurchsichtigen Gründen – blockiert, und da Nepal so gut wie alles, von Medikamenten über Nahrungsmittel bis zu Zement und Benzin aus Indien bezieht, ist das ein großes Problem. Der wirtschaftliche Schaden im Land ist jetzt wohl schon größer als der, der durch das Erdbeben verursacht wurde.

 

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Der Fluch der Treppen

Schon seit Ewigkeiten hatte ich den Plan, eine Wanderung im Nagarjun Nationalpark zu einem kleinen Kloster zu machen. Der Park ist auf dem Weg nach Kaule, schon gefühlte 1000 Mal bin ich am Eingang vorbei gefahren, von unserer Dachterrasse aus kann man das Kloster mit seinen vielen Gebetsfahnen in der Ferne sehen. Leider wurde daraus aber irgendwie nie etwas, entweder habe ich niemanden gefunden, der mitkommen wollte, oder es kam etwas dazwischen (zum Beispiel das Erdbeben…). Als wir also die Reise von Annette und Onno geplant haben, hab ich diese Wanderung direkt in den Reiseplan gesetzt und für den zweiten Tag fest eingeplant, damit nicht wieder irgendwas den Aufstieg verhindern würde.

 

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Nicht trotz sondern wegen des Erdbebens…

Nepal ist in den letzten drei Jahren so etwas wie ein zu Hause für Miriam und mich geworden und ich nehme natürlich großen Anteil an aktuellen Entwicklungen im Land. Daher heute mal ein etwas anderer Beitrag…
Wenn ich das von hier aus richtig mitbekomme, so war die internationale Presse direkt nach dem Erdbeben voll mit Horrornachrichten und Bildern von Toten und eingestürzten Tempeln. So wichtig wie diese Bilder auch am Anfang waren, um die Welt auf die Katastrophe aufmerksam zu machen, so schnell wurde dann aber auch klar, dass dadurch eine Katastrophe ähnlichen Ausmaßes angerichtet wurde, nämlich der komplette Einbruch des Tourismus. Also bildeten die örtlichen Reiseveranstalter schnell eine Task Force um eine neue Nachricht in die Welt zu bringen: Nepal ist sicher. Man kann trotz des Erdbebens nach Nepal reisen und eine wundervolle Zeit verbringen, es sind nur 14 Distrikte betroffen, der Wiederaufbau läuft, alles kein Problem. Für mich gibt es aber auch noch eine andere Dimension des Reisens nach Nepal – Nepal ist jetzt anders.
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25.04.2015

Das schlimme Erdbeben, welches Nepal erschüttert hat ist mittlerweile drei Monate her, seitdem habe ich nichts mehr geschrieben. Drei Wochen nach dem Beben habe ich einmal versucht, einen Blogeintrag zu schreiben, aber allein das aufschreiben hat mir den Schweiß auf die Stirn getrieben. Was Miriam und ich erlebt haben ist wirklich unglaublich, und es ist nicht vorbei, dieses Ereignis hat alle Vorzeichen geändert und Nepal für die nächsten 10 Jahre verändert. Die meisten von euch kennen die „Geschichte“ ja mittlerweile, trotzdem hier nochmal das, was ich drei Wochen danach aufgeschrieben habe.

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