Warum Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern Mist ist

Freiwilligenarbeit im Ausland hat sich in den letzten Jahren zu etwas entwickelt, was für viele zum Reisen dazu gehört. Als ich vor fast 15 Jahren nach dem Abi in Ecuador in einem ökologischen Reservat gearbeitet habe, war ich in meinem Jahrgang noch die absolute Ausnahme, aber heute gehen unglaublich viele Jugendliche nach der Schule oder auch noch während des Studiums ins Ausland, um dort neben Urlaub zu machen auch noch etwas Gutes zu tun.

 

An sich finde ich das total klasse, Freiwilligenarbeit war für mich und meinen Werdegang sehr wichtig und hat mein ganzes Leben geprägt. Auch wenn man sich natürlich bewusst sein muss, dass es in solchen Aufenthalten eher um das eigene Lernen gehen sollte als darum, anderen etwas beizubringen oder zu helfen, kann so eine Zeit im Ausland echt eine wichtige Rolle spielen. Trotzdem gibt es eine bestimmte Art von Freiwilligenarbeit, die ich absolut nicht unterstützen kann und über die ich deshalb jetzt auch diesen Artikel schreiben möchte: Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern.

Auf den ersten Blick klingt die Idee ja super: Man hilft armen und hilflosen Kindern in Waisenhäusern durch seine Arbeit und leistet vielleicht sogar noch durch einen finanziellen Beitrag, dass das Waisenhaus weiter betrieben werden kann. Leider ist das Ganze nicht ganz so simpel.

 

 

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Reiseplanung mit Kind - Roundup

Reiseplanung mit Kind
Oft haben wir die schönsten Erlebnisse ungeplant - wie hier in Peru

Ich bin kein großer Planer, das muss ich unumwunden zugeben. Auch bei Reisen lasse ich meistens alles auf mich zukommen und habe bis jetzt vor allem auf meinen längeren Reisen selten mal ein Hotel vorgebucht oder eine echte Routenplanung gemacht, an die ich mich dann wirklich gehalten hätte. So war ich schon immer, und auch mit Miriam hat sich ehrlichgesagt wenig daran geändert. Auf unserer letzten langen Reise in Südamerika ist mir dann aber an mehreren Beispielen nochmal deutlich geworden, dass diese Art zu Reisen für uns sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Wir konnten zum Beispiel nicht in einen Ort fahren, den ich eigentlich fest auf der Liste hatte, da dort alles ausgebucht war und ich mich viel zu spät gekümmert habe. In Brasilien sind wir in eine Stadt gefahren, die sehr gefährlich war und in der wir uns fünf Tage im Hotel verkrochen haben, da ich zu viel Angst hatte, vor die Tür zu gehen, weil ich mich nicht im Vorhinein vernünftig informiert habe. Andererseits waren wir durch unsere Flexibilität in der Lage, spontan eine wunderschöne Wanderung in Peru einzuschieben und die Einladung unseres Freundes in den Dschungel anzunehmen – Erfahrungen, die sicherlich zu den schönsten auf unserer ganzen Reisen gehörten.

 

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Die junge Mutter und der Softwareentwickler – Sexismus als Mutter

Sexismus als Eltern, Sexismus als Mutter

Als ich noch alleinstehend war, hatte ich manchmal das Gefühl, Sexismus in Deutschland ist überwunden (ja, ich weiß, naiv ohne Ende :-)). Ich fühlte mich frei tun zu können was ich wollte, hatte nicht das Gefühl in meinen beruflichen Zusammenhängen als Frau anders behandelt zu werden und fühlte mich verdammt emanzipiert. Seitdem Miriam auf der Welt ist und ich in eine andere Lebensphase eingetreten bin, habe ich aber festgestellt, dass ich da wohl in einer Scheinwelt gelebt habe – Sexismus und Geschlechterdiskriminierung in Deutschland sind weiterhin existent und keineswegs ausgemerzt. Sobald man ein Kind bekommt, wird man in der Gesellschaft plötzlich ganz anders gesehen.

 

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Gewinnspiel – Danke für 500 Likes

In den letzten Wochen haben wir gleich auf zwei sozialen Netzwerken die 500 überschritten! Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram folgen uns bereits so viele Menschen, und auch wenn das im Vergleich zu anderen Blogs natürlich noch kleine Zahlen sind, so freuen wir uns doch unglaublich darüber!

 

Als Dankeschön für diese tolle Unterstützung, haben wir wieder mal ein kleines Gewinnspiel auf unserem Blog. Zu gewinnen gibt es diesmal ein richtiges kleines Nepal Paket: Einen Schal von Kakani Himalayan Natural Dyes, eine Tasche vom Frauenprojekt Jeevankala und eine Packung Tee von der Teefarm aus Kaule.

 

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Nein, ihr seid nicht „alleinerziehend fürs Wochenende“!

Heute muss ich mich mal über eine Redensart aufregen, die mir in letzter Zeit viel zu oft untergekommen ist: Mein Partner/meine Partnerin arbeitet so viel, ich hab das Gefühl ich bin alleinerziehend. Oder gerne auch: Nächste Woche bin ich dann alleinerziehend (weil der Partner/die Partnerin nicht da ist).

 

Ich bin seit sieben Jahren alleinerziehend, und mittlerweile kann ich es echt nicht mehr hören. Natürlich ist es anstrengend, wenn man mehr oder weniger alleine für die Kinderbetreuung zuständig ist, weil der Partner aus welchen Gründen auch immer grad nicht da ist. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass man alleinerziehend ist. Und ich empfinde es mittlerweile fast als Beleidigung, wenn Leute das sagen.

 

Ich bin seit sieben Jahren alleine für meine Tochter zuständig. Das heißt aber eben nicht nur, dass ich mich 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr um sie kümmere, sondern hat für mich noch ganz andere Dimensionen.

 

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Goodbye 2016 – Hello 2017

Wir blicken positiv ins neue Jahr!
Wir blicken positiv ins neue Jahr!

Und wieder ist ein Jahr vorbei, ich kann gar nicht glaube, wie schnell das schon wieder ging. Für uns war 2016 ein gutes Jahr, vor allem schon mal, das es kein Erdbeben gab (man sieht, 2016 hatte keine hohe Hürde zu nehmen, um besser als 2015 zu sein…). Wir haben unglaublich viel erlebt, haben tolle Reisen unternommen, unglaubliche Leute kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und insgesamt ein echt intensives Jahr gehabt. Einiges hätte besser laufen können, aber das ist ja eigentlich immer so…

 

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Gewinnspiel – Die Karma Coffee Geschenkbox

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Miriam und Eva unterwegs – Jetzt auch in bewegten Bildern :-)

Seitdem ich mit dem Blog auf die neue Homepage umgezogen bin, habe ich schon mehrmals „Kooperationsanfragen“ von mehr oder weniger seriösen Unternehmen bekommen, die es eine unglaublich gute Idee fanden, dass ich doch bitte ihren Staubsauger oder ihre tolle neue App, die weder was mit Kindern noch mit Reisen zu tun hat auf meinem Blog vorstellen sollte. Bis jetzt habe ich alle Anfragen immer ohne groß nachzudenken abgelehnt, aber vor einigen Wochen war dann doch etwas sehr interessantes dabei.

 

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Post aus der Vergangenheit

Letzte Woche war ich das erste Mal seit zwei Monaten wieder bei unserer Post-Box. Wir bekommen relativ wenig Post hier, und wenn dann mit Anmeldung, daher gehe ich meistens nur nachgucken wenn ich weiß, es ist etwas unterwegs. Ich hatte gehofft, ein Päckchen meiner Mutter abholen zu können, aber das ist leider immer noch nicht angekommen. Dafür aber eine Postkarte. Aus Österreich. Von meiner Mutter. Dabei hatte meine Mutter mir gar nicht erzählt, dass sie nach Österreich gefahren ist. Und damit fing mein Kopfkino an…

 

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Lasst die Kinder doch im Supermarkt rumschreien

Kinder schreien manchmal - das muss nicht immer sofort ein Zeichen dafür sein, dass sie verzogen sind!
Kinder schreien manchmal - das muss nicht immer sofort ein Zeichen dafür sein, dass sie verzogen sind!

In den letzten Wochen habe ich viele Kommentare und Artikel zu einem Buch gelesen, das vor kurzem rausgekommen ist. In „Wenn die Tyrannen-Kinder erwachsen werden“  legt die Autorin Martina Leibovici-Mühlberger ihre Meinung dar, dass die heutigen Kinder von ihren Eltern so dermaßen verzogen werden, dass uns eigentlich keine Hoffnung mehr für die Zukunft bleibt. Sie beschreibt Fälle aus ihrer Psychotherapie Praxis, in denen die Kinder vollkommen aus dem Ruder laufen und nur noch Rabatz machen, ihre Eltern terrorisieren und immer alles durchsetzen. Und vor allem Fälle, in denen die Eltern dem gar nichts mehr entgegensetzen sondern im Bemühen, sich ja gut und gleichberechtigt mit den Kindern zu verstehen immer ja sagen und sich kaum noch auf Konflikte einlassen. Leibovici-Mühlberger ist der Meinung, dass diese Kinder in der Zukunft kaum in die Gesellschaft integrierbar sind und durch ihre Ich-Zentrierung Deutschland in den Untergang treiben werden (etwas überspitzt gesagt).

 

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28 Antworten für Seppo

Seitdem ich nicht mehr nur noch für Freunde und Familie schreibe, sondern mich bemühe, meinen Leserkreis zu erweitern, habe ich einige interessante Entdeckungen gemacht... Zum Beispiel sehr hilfreiche Facebookgruppen, viele spannende Blogs und natürlich vor allem die Seppo BLOG Auszeichnung. Und um im Rennen um den Oscar der Blogwelt dabei zu bleiben, habe ich mich 28 knallharten Fragen stellen müssen... Ich hoffe mal, meine Antworten beweisen, dass ich die Nominierung natürlich hochverdient habe :-).

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