Wandern in Nepal – wie bekomme ich die TIMS Karte?

Möchte man in Nepal auf eine der bekannten Wandertouren im Annapurna-, Everest- oder Langtanggebiet gehen, so braucht man die TIMS Karte. TIMS bedeutet Trekker Information Management System und ist eine Maßnahme des Tourismusministeriums um den Überblick zu behalten, wie viele Trekker wann wo unterwegs sind. Es gibt zwei verschiedene Arten: eine grüne Karte wenn man ohne Guide unterwegs ist und eine blaue, wenn man mit Guide unterwegs ist. Im zweiten Falle besorgt meistens die Agentur die TIMS Karte, ansonsten muss man sich selbst darum kümmern.

 

TIMS Karte – wo beantragen?

Die TIMS Karte kann man in Kathmandu und in Pokhara bekommen – hier muss man sich aber auch darum kümmern, wenn man erst mal am Checkpoint ist, ist es zu spät. Man bekommt die Karte jeweils im Tourist Service Center, in Kathmandu neben dem alten Buspark Ratnapark und in Pokhara auf dem Weg vom Busterminal nach Lakeside. Offensichtlich kann man die Karte auch bei einigen ausgewählten Trekkingagenturen bekommen, aber das habe ich noch nie ausprobiert.

 

Im Tourist Service Center kann man dann auch die entsprechenden Permits beantragen, wenn man zum Beispiel im Everest Gebiet oder im Annapurna wandern gehen möchte. Für Langtang kauft man das Permit erst in Dhunche. Besondere Gebiete wie Upper Mustang, Dolpo oder alle Gipfel über 6000 m benötigen ein einzelnes Permit, welches dann aber über die jeweilige Agentur beantragt wird.

 

Das Tourist Service Center in Kathmandu hat täglich von 10 bis 5 Uhr geöffnet, auch an Samstagen und Feiertagen.

 

TIMS Karte – was braucht man?

Antrag TIMS Karte
Der Antrag für die TIMS Karte

Die TIMS Karte zu beantragen ist sehr einfach: man braucht seinen Pass, zwei Passfotos und den Antrag, den man vor Ort bekommt und ausfüllt. Das ganze kostet dann für individuelle Wanderer 2000 Rupien pro Karte, und man braucht eine Karte pro Kopf. Kinder unter 10 Jahren brauchen keine, Miriam hatte dieses Jahr also nochmal Glück. Die TIMS Karte gilt auch immer nur jeweils für ein Wandergebiet, wenn man also zuerst ins Annapurna Basecamp wandern möchte und danach im Everest Gebiet, dann braucht man zwei.

 

Im Antrag muss man Angaben über seine Person (Name, Adresse, Passnummer, Visanummer) eintragen, und natürlich Angaben über den Trek. Hier werden die Anfangs- und Enddaten und Punkte abgefragt sowie eine grobe Route. Man sollte hier natürlich so genau wie möglich sein, wenn sich dann aber am Ende doch etwas ändert ist das kein Problem. Am Ende gibt man dann noch Notfallkontakte sowie Informationen zu seiner Auslandskrankenversicherung an – es macht also Sinn, sich vorher nochmal anzugucken, wie die heißt und so deren Sitz ist. Wenn man allerdings die Policennummer nicht hat, ist das kein Problem – obwohl es dieses Feld gibt, wird der Antrag auch ohne die Information angenommen.

 

Den ausgefüllten Antrag gibt man dann ab und bekommt – je nach Andrang – fünf bis zehn Minuten später seine ausgefüllte Karte zurück. Zur Not kann man auch Passfotos vor Ort machen lassen, dies kann den Prozess aber deutlich verlängern, da manchmal nur eine Person am Schalter ist.

 

Die fertige TIMS Karte
Alles erledigt - wir sind bereit um loszugehen
Die fertige TIMS Karte
Die fertige TIMS Karte

Mit der TIMS Karte und dem jeweiligen Permit ausgerüstet kann es dann losgehen auf die Wanderung. Ich empfehle übrigens nur sehr erfahrenen Wanderern, ohne Führer loszuziehen. Wir haben zum Beispiel die Poon Hill Wanderung ohne Führer gemacht, allerdings in der Hauptsaison. Sicherer ist es immer mit Führer oder Porter, denn in den Bergen kann immer mal was passieren.

 

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