Sächsische Schweiz mit Kind – über die Schwedenlöcher zur Bastei

Sächsische Schweiz mit Kind
Die Bastei - die bekannteste Sehenswürdigkeit der Sächsischen Schweiz

Deutschland hat verdammt schöne Ecken, das habe ich dieses Jahr wieder mal feststellen dürfen. Zum ersten Mal sind wir im September auch mal in die Sächsische Schweiz gekommen, um dort ein wenig zu wandern. Und ich kann sagen, ich bin hellauf begeistert!

 

Am ersten Tag wartete gleich ein absolutes Highlight auf uns: Durch die Schwedenlöcher hoch zur Bastei, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit in der Sächsischen Schweiz.

 

Mit der Fähre rüber nach Wehlen

Der Aufstieg zu den Schwedenlöchern
Der Aufstieg zu den Schwedenlöchern

Unser Auto haben wir auf der linken Elbeseite gegenüber des Kurortes Wehlen abgestellt und haben dann unsere Tour mit einer Fährfahrt über die Elbe begonnen. Miriam fand das natürlich super und die Kosten lagen mit 1 Euro pro Nase und 50 Cent für Kinder absolut im Rahmen. Nach Wehlen selbst kann man mit dem Auto nur fahren, wenn man dort wohnt, daher lässt sich eine Fahrt mit der Fähre kaum vermeiden.

 

Auf der anderen Seite ging es dann hoch und wir sind im Amsel Tal aufwärts in Richtung der Schwedenlöcher gelaufen. Unterwegs kommt man am schönen Amselsee vorbei und an einer Fischräucherei, an der man echt leckere geräucherte Forelle essen kann. Nach einer halben Stunde Laufen im Wald ging es dann schließlich links steil über Treppen hoch und das Abenteuer konnte so richtig beginnen.

 

Durch die Schwedenlöcher in eine andere Welt

Sächsische Schweiz mit Kind
Eine andere Welt...

Was ich in der Sächsischen Schweiz eigentlich am faszinierendsten fand war die Vielseitigkeit und der abrupte Wechsel von verschiedenen Landschaftsformen. In einem Moment laufen wir durch einen ganz normalen Mischwald, im nächsten stehen wir inmitten von hohen Felstürmen und fühlen uns wie in einem Abenteuerland. Genauso war es auch hier, wir sind eine lange Treppe hoch gelaufen, und oben waren wir dann ganz wo anders. Auf langen Metallstegen und über wunderschöne Holztreppen ging es durch die Sandsteintürme rechts und links. Manchmal musste man wirklich durch „Löcher“ klettern, wo einzelne Elemente der Türmchen abgestürzt waren und einen Tunnel erzeugt haben. Vorher hatte ich keine Ahnung, dass es so eine Gegend in Deutschland überhaupt gibt und dass sie so toll durch Stiege und Wege erschlossen ist.

 

Sächsische Schweiz mit Kind
Abenteuerlich geht es in den Schwedenlöchern über Stock und Stein und durch so einige Tunnel...

Wunderbare Aussicht auf dem Plateau

Oben angekommen ging es dann wieder raus aus dem Labyrinth der Sandsteintürme und auf ein Hochplateau mit Wald. Auf der anderen Seite tat sich dann eine unglaubliche Sicht auf die Bastei auf, von der wir kaum genug bekommen konnten. Obwohl es Samstag war, war gar nicht so viel los und wir konnten unsere Mittagspause mit Aussicht genießen. Man sieht von dort zwar nicht die berühmte Brücke, aber die Sandsteinformationen drum herum, und das ist auch schon atemberaubend. Als Geographin hat mich natürlich besonders die Entstehung der Türme interessiert und es war echt toll, Dinge in der Realität zu sehen die ich sonst nur aus dem Lehrbuch kenne.

 

Sächsische Schweiz mit Kind
Wunderbare Aussicht auf die Sandsteinformationen der Bastei

Von der Bastei runter nach Wehlen

Sächsische Schweiz
Das obligatorische Foto vor der Bastei - Platzvergabe mit Wartezeit...

In einem großen Halbkreis sind wir dann auf die andere Seite zur eigentlichen Bastei gelaufen und von dort wieder abgestiegen nach Wehlen. Oben gibt es einen großen Parkplatz und ein Hotel, so dass die Leute die dort rumliefen nicht nur Wanderer waren, sondern auch Samstagsausflügler, so dass die Stimmung nicht mehr ganz so entspannt war. Wir haben dann das obligatorische Selfie mit der Bastei im Hintergrund gemacht und sind dann langsam wieder über die Treppen abgestiegen. Man hätte oben auch noch eine rekonstruierte Felsenburg anschauen können, aber wir hatten alle keine Lust mehr auf Rummel und sind in Ruhe runter gegangen. In Wehlen gab es dann noch ein dickes Eis für Miriam und einen Kaffee für uns bevor wir mit dem Schiff wieder auf die andere Seite der Elbe zum Parkplatz übergesetzt haben.

 

Mit Kind zur Bastei – unser Fazit

Insgesamt hatten wir einen wunderbaren ersten Tag! Die Strecke, die wir zurückgelegt haben war nicht lang und gelaufen sind wir ca. drei Stunden. Als Einstieg perfekt. Miriam hat der Weg sehr gut gefallen, vor allem der erste Teil in dem sie auch immer wieder klettern konnte. Sobald wir an der Bastei angekommen sind war es allerdings sehr voll und wir hatten keine Lust mehr, uns dort lange aufzuhalten. Aber die Entspannung hatten wir uns ja schon vorher geholt…

 

Sächsische Schweiz mit Kind
Spaß hat´s gemacht :-)

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Kommentare: 2
  • #1

    Sigrid (Sonntag, 17 September 2017 19:35)

    Ja, die Bastel ist leider sehr überlaufen. Aber es gibt ab Wehlen oder Ratten oder auch Königstein noch viele ruhige Wanderungen.
    Z.B ab Bad Schandau auch das Kirnitzschtal mit seiner Straßenbahn.

  • #2

    Corina Mai (Mittwoch, 20 September 2017 10:18)

    Liebe Miriam und liebe Eva,
    wir freuen uns, dass Ihr uns besucht habt und dass es Euch bei uns gefallen hat. Ja, die Bastei ist ein großer Besuchermagnet. Daher empfehlen wir den Besuch bei uns entgegengesetzt der touristsisch stark frequentierten Zeiten. So ist es z.B. optimal, im Berghotel Bastei zu übernachten, das Basteiplateau am Morgen oder Abend zu genießen und tagsüber Ausflüge zu unternehmen.
    Eine weitere tolle Tour mit Kindern ist ein Abstieg in das Gebiet der Wehlener Gründe. Höllengrund, Teufelsgrund, Kohlgrund, Uttewalder Felsentor, ... schon an den Namen lässt sich erkennen, das die Natur hier faszinierende und wildromantische Einblicke gibt.
    Abschließend noch ein kleiner Hinweis: Bitte ersetzt in Eurem Text den Ort Wehlen durch "Kurort Rathen", sonst könnte es zu Verwechselungen kommen. Stadt Wehlen liegt noch ein kleines Stückchen weiter elbabwärts.
    Wir wünschen Euch noch eine schöne Zeit in der Sächsischen Schweiz.