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Reisen mit Kind – warum eigentlich (mit Buchbesprechung)?

Reisen mit Kind - Wie Buddha im Gegenwind

Miriam und ich haben ja schon so einige Reisen gemeinsam gemacht und haben echt viele Länder zusammen entdeckt. Aber warum macht uns eigentlich das gemeinsame Reisen so viel Spaß und warum nimmt es einen so wichtigen Teil unseres Lebens ein? Und was ziehen wir aus gemeinsamen Abenteuern in fremden Ländern? Ein ganz besonderes Buch hat mich jetzt zum Nachdenken darüber angeregt.

 

Reisen mit Kind - Wie Buddha im Gegenwind

In dem Buch „Wie Buddha im Gegenwind“ (*) beschreibt Gabriela Urban sehr einfühlsam und detailliert, wie die gemeinsamen Reisen mit ihrem Sohn ihr einen Weg aus einer erstmal ausweglos scheinenden Situation gezeigt haben. Nachdem Gabriela nach ihrer Elternzeit plötzlich ohne Job dastand, entschied sie sich erstmal auf Reisen zu gehen, um Klarheit zu finden. Mit den neuen Inspirationen von unterwegs und einem ganz neuen Selbstbewusstsein hat sie sich dann aktiv für eine Selbstständigkeit entschieden und für mich eine sehr schöne Resolution formuliert: 7 Monate im Jahr in Flipflops zu verbringen.

 

Gabriela beschreibt in ihrem Buch nicht nur ihre vielen spannenden Abenteuer in exotischen Ländern wir Malaysia, Kambodscha, Nicaragua oder der Ukraine, sondern erzählt auch davon, wie viel einfacher es ihr oft auf Reisen und in fremden Umgebungen fällt, einen Fokus zu finden und die Probleme zu Hause in Relation zu setzen. Denn wenn man Dinge manchmal mit ein wenig Distanz betrachtet, erscheinen sie gar nicht mehr so dramatisch und schrecklich, sondern eher wie etwas, was man durchaus bewältigen kann. Vor allem in diesen Passagen ihres Buches habe ich mich sehr wiedergefunden, denn meine Entwicklung war ja durchaus ähnlich.

 

Auch wenn meine Eingangsvoraussetzungen natürlich anders waren, so stand ich doch auch erstmal nach der Elternzeit ohne Job da und habe mich aus dieser Situation heraus für Nepal entschieden. Und viele Dinge die mir inmitten meiner Probleme als vollkommen unlösbar und belastend erschienen, wurden plötzlich viel kleiner und unwichtiger. In den folgenden Jahren sind Miriam und ich gemeinsam immer mutiger auf Reisen gegangen, und die Zeit die wir dort gemeinsam hatten möchte ich – genau wie Gabriela in ihrem Buch beschreibt – für kein Geld der Welt missen.

 


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Reisen mit Kind - Aber sie erinnern sich doch gar nicht daran

Vor ein paar Wochen ging auf Facebook ein Meme um, das mehr oder weniger besagte: Mir Kindern nicht zu reisen, da sie sich ja nicht daran erinnern würden, ist ungefähr genauso wie ihnen nichts vorzulesen, da sie sich später nicht an den Inhalt erinnern können. Und so ähnlich sehe ich das auch, allerdings mit der Ergänzung, dass das Reisen mit Kind natürlich auch für die Eltern ganz besondere Moment und Erlebnisse parat hat, die man selbst niemals vergessen wird.

 

Auch Gabriela beschreibt in vielen Geschichten, dass man beim Reisen mit Kind eigentlich in vielen Fällen wieder auf das Grundlegende zurückgeworfen wird – die Menschen. Denn wen man mit Kind unterwegs ist, ist man auf die Hilfe und Unterstützung seiner Mitmenschen angewiesen und kommt auch ganz anders in Kontakt. Kinder knüpfen viel schneller Beziehungen und Kontakte, so dass man ja oft einen ganz anderen Einblick in das Land bekommt. Und mir fällt selbst oft auf, dass ich selbst so die Reise wieder ganz anders wahrnehme, weil man entschleunigt wird und ganz anders hingucken muss.

 

Selbst wenn sich die Kinder später nicht bewusst an die Reisen und alle Details erinnern können, so denke ich doch, dass ein Einfluss bleibt. Dieses Gefühl, schon ganz früh erfahren zu haben, dass es in der Welt noch andere Lebensweisen und Kulturen gibt als die eigene, wird sicherlich auch später im Leben noch von Vorteil sein.

 

Für mich ganz persönlich ist es auch wunderschön, wie sich meine Beziehung zu Miriam durch das Reisen verändert hat und wie sie wächst. Ab einem bestimmten Alter lernt man sich ganz neu kennen und schätzen, da man anders aufeinander angewiesen ist und zusammenarbeiten muss. Oft bin ich total überrascht und beeindruckt von den Dingen, die Miriam schon kann und von der Verantwortung, die sie übernimmt, wenn wir zu zweit unterwegs sind. Die Zeit, die wir auf Reisen gemeinsam verbringen, kann uns niemand mehr nehmen, und sie ist uns beiden sehr wertvoll.


Insgesamt hat mich Gabrielas Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Neben den kurzweiligen Geschichten über ihre Reiseabenteuer mit Kind geht es eben auch um die Schwierigkeiten, die es gibt, wenn eben plötzlich mit der Karriere nicht mehr alles so klappt wie eigentlich geplant und wenn man sich umstellen muss. Alles Themen, mit denen ich mich sehr gut identifizieren kann. Ich denke, das Buch ist sowohl passend für Leser, die einfach nur lustige und spannende Geschichten über fremde Länder lesen möchten, als auch für diejenigen, die die dahinterliegende Geschichte interessiert! Von mir gibt es für alle reisebegeisterten Familien eine Leseempfehlung!

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